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Medienökonomie: Print, Fernsehen und Multimedia

EUR 36,95


Guter Überblick über den dt. Medienmarkt - Dieses Buch kann ich ohne Einschränkung weiterempfehlen. Beck erklärt anhand von Beispielen alle Aspekte der unterschiedlichen Medienmärkte aus volkswirtschaftlicher Perspektive. Besonders gut hat mir der lockere Sprachgebrauch gefallen, weswegen es einem leicht fällt das Buch ohne Weiteres runterzulesen.

Neuer, interessanter Ansatz, eher für Medien- als Ökonomieinteressierte - Hanno Beck verfolgt mit seinem Buch Medienökonomie (2.Auflage, 2005) das Ziel, den Mediensektor verstärkt unter ökonomischen Aspekten zu beleuchten. Folgerichtig wird dem Leser im 1.Kapitel das nötige ökonomische Rüstzeug an die Hand gegeben, wobei auf die spezifischen Aspekte dieses Bereiches hinreichend eingegangen wird. Es wird der besondere Charakter des Gutes Information und seiner Bereitstellung genannt, die Implikationen durch das Auftreten von Medienunternehmen als Anbieter auf Rezipienten- wie auch Werbemärkten, ebenso die Tendenzen zur Monopolbildung in Zusammenhang mit Massenproduktion und vor allem Netzwerkeffekten. Anhand der Abhandlung meritorischer Güter, also hier Medien denen seitens der Politik besondere Bedeutung beigemessen und deshalb regulierend eingegriffen wird (Bsp. sind der öffentlich-rechtliche Rundfunk oder die Buchpreisbindung), zeigt sich die marktliberale Haltung des Autors deutlich.Die übrigen drei Kapitel widmen sich unterschiedlichen Medienformen (gedruckte, audiovisuelle, sowie Internet und Multimedia). Diese verfügen über keinen stringenten Aufbau, es finden sich hier neben ökonomisch- theoretischen, u. a. technisch-physikalische, rechtliche, geschichtliche Aspekte und unternehmerische Kennzahlen. Kästen, Tabellen und Abbildungen bieten Zusatzinformationen in ähnlich ungeordneter Weise. Dies erschwert das Nachschlagen eines bestimmten Sachverhalts doch erheblich. Trotzdem ist das Buch gut lesbar weil gefällig geschrieben, die eingestreuten Witzchen verleiten allerdings nichtmal zu einem müden Lächeln. Fazit:Die Frage ist wem dieses Buch nützt? Es ist aktuell, wichtige Veränderungen durch das Internet in Bezug auf andere Medien (Download- Piraten) werden bspw. erläutert und es wird versucht das Feld aus vielen, nicht nur ökonomischen, Perspektiven zu beleuchten und Zusatzinformationen zu geben. Das Problem ist, dass in dieser Form das Buch eventuell zu breit angelegt ist und so an Gehalt einbüßt. Für ökonomisch Versierte wird die wirtschaftstheoretische Komponente wohl zu dürftig ausfallen, die Besonderheiten im medialen Bereich sind schnell erklärt und verstanden, der Rest dürfte eher von marginalem Interesse sein. Für im Medienbereich Tätige ist es sicherlich eine interessante Einführung in die ökonomische Dimension ihres Arbeitsbereiches, kann aber auf Grund oben genannter Einschränkungen kaum als Nachschlagewerk dienen. Von den übrigen drei Kapiteln dürfte für sie auch nur dasjenige von Belang sein, welches sich mit ihrem eigenen Mediensektor befasst. Bleiben die generell Medieninteressierten als große, heterogene Gruppe, für die sich ein Blick hinein lohnen könnte. Denn trotz aller Kritik bewegt sich das Buch an der Spitze der aktuellen Erkenntnisse zu dieser Thematik und sicherlich ist es ein neuer, achtenswerter Ansatz, Ökonomie und Medien mehr in Zusammenhang zu stellen und dabei gleichzeitig Aspekte unterschiedlichen Couleurs für ein so großes Feld in einem Buch aufzuzeigen. Unter diesen Prämissen ist eine klarere Gliederung wohl kaum durchführbar.Somit bleibt es auch für Laien gut lesbar, da komplexere (ökonomische) Sachverhalte durch Kästen, etc. gekennzeichnet sind und somit überlesen werden können ohne dass der Lesefluss darunter leidet. Man kann daher eine eingeschränkte Empfehlung auszusprechen, da der Nutzen dieses Buches sehr stark von den individuellen Präferenzen der potentiellen Leser abhängt.PS.: Ein kleiner Lapsus findet sich auf S.161. So sind die Überschriften der Abbildung 27 korrekt, doch wird im Fließtext die rechte mit der linken Seite vertauscht. Die unelastische Nachfragekurve befindet sich in der linken Grafik und nicht wie im Text geschrieben auf der rechten.

Gute und sehr verständliche Einführung - Dieses Buch soll eine Brücke zwischen zwei Welten sein: Es soll die ökonomische Theorie anwenden auf die oftmals speziellen Aspekte der Medienbranche, und somit dem Leser Einsichten in die ökonomischen Besonderheiten des Mediengeschäftes vermitteln. So formuliert Hanno Beck, Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die Grundidee seines Einführungswerkes. Beck ist diesem Anspruch voll und ganz gerecht geworden. Im Eingangskapitel des bereits in zweiter Auflage erschienenen Lehrbuchs, das sich sowohl an Studenten als auch an Praktiker aus der Medienbranche richtet, vermittelt Beck einige grundlegende ökonomische Konzepte. Er geht auf die besonderen ökonomischen Eigenschaften des Gutes Information und auf dessen Angebot und Nachfrage ein, beleuchtet Vertriebs- und Finanzierungsmethoden, erklärt die Tendenz zu natürlichen Monopolen und die Bedeutung der Medien für Politik und Gesellschaft. Außerdem beschäftigt er sich mit dem Wettbewerb und seiner Funktion in der Medienbranche sowie mit Netzwerkeffekten. Im Folgenden werden die Printmedien, die audiovisuellen Medien und das Internet sowie verschiedene Multimedia-Anwendungen detaillierter betrachtet. Neu hinzugekommen sind in der zweiten Auflage drei Themengebiete: Beck beschreibt die Stellung der Medienunternehmen auf Rezipienten- und Anzeigenmarkt und ihre allgemeine Konjunkturabhängigkeit, arbeitet die Zeitungskrise der Jahre nach 2000 neu auf und erklärt, warum die Ergebnisse von Medienfusionen aus seiner Sicht nicht überzeugen. Zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Themenkästen ergänzen Becks Ausführungen. Statistiken wurden nach Möglichkeit für die zweite Auflage aktualisiert. Zur guten Verständlichkeit des Werkes tragen auch die klare Argumentationsstruktur und der angenehme, ungezwungene Stil des Autors bei. Negativ fallen lediglich der Mangel an Zitaten und das relativ kurze Literaturverzeichnis auf, die Vertiefung des Wissens anhand weiterführender Literatur wird dadurch etwas erschwert.Da Medien in den meisten Ökonomie-Einführungen nur am Rand eine Rolle spielen, versucht Beck in seinem Lehrbuch, die beiden Bereiche zu verbinden, um dem Leser die ökonomischen Besonderheiten und Funktionsweisen des Mediensektors zu vermitteln. Dieser Versuch ist - auch wenn dem Autor oft blindes Marktvertrauen vorgeworfen wird - geglückt. Becks Buch ist eine gute und sehr verständliche Einführung in das Thema und ist trotz des stolzen Preises zu empfehlen.

kompakt, gut verständlich und inhaltsreich - Es gibt nur wenige Lehrbücher, die den oftmals trockenen Lehrstoff so transportieren, daß man ihn versteht und sich nicht dabei langweilt - das Buch von Beck gehört sicherlich dazu. Auch als Anfänger und Nicht-Ökonom versteht man das Kalkül der sinkenden Durchschnittskosten ebenso wie die Indifferenzkurven, was zeigt, daß Ökonomie und Medienökonomie nicht immer unverständlich sein müssen.Zudem finden sich in dem Buch etliche Aspekte der Medienökonomie, die in den anderen Lehrbüchern zumeist fehlen, angesichts der Tragweite der von Beck erörterten Netzwerkexternalitäten eigentlich kaum vorstellbar, daß sie in vielen Büchern zum Thema nicht besprochen werden. Das Buch ist auch was die besprochenen Inhalte angeht, auf der Höhe der Zeit: Neben den klassischen Medien wie Printmedien und audiovisuelle Medien berücksichtigt Beck auch das Internet und die Digitalisierung der Medienwelt, Napster, E-Books und Filme aus dem Netz werden im Buch ebenfalls behandelt, auch macht sich Beck Gedanken darüber, wie denn die Zukunft der Medien angesichts des Aufkommens des Internet aussehen könnte.Fazit: ein kompaktes, gut verständliches, inhaltsreich und auf den Punkt gebrachtes Buch

Umfassend, Kritisch, Wortgewandt - Der Autor bietet einen strukturierten Einstieg in das Thema Medien und ihre Ökonomie, der nicht nur für Studenten, sondern auch für jeden Interessierten geeignet ist.Der Stil ist geprägt von lockerem Humor, hinterlegt mit fundiertem Hintergrundwissen über die Materie.Das umfassende Werk mag die Geister scheiden...- fest steht: es sollte in keiner ernstzunehmenden Sammlung zu diesem Thema fehlen !




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