
Flyer machen Sinn - Als ich mit der Lektüre des Buches begann, hatte ich für mich die Ära Flyer eigentlich abgeschlossen. Ich wollte es nur mal durchlesen, anschauen, vielleicht ein paar Tipps für das Texten finden.Unverhofft fing ich dann während der Lektüre mit der ganz konkreten Planung für einen Flyer an.Frau Weinberger führt den Leser Schritt für Schritt durch den Prozess einer Planung und Gestaltung. So detailliert hatte ich das noch nie bedacht oder getan. Dabei gibt es immer sehr anschauliche Beispiele, Fragen zur Klärung und Aufgaben.Da ich zu den schnellen und ungeduldigen Menschen gehöre, hatte ich oft schon Schritte vorweggenommen. Auch das hatte aber einen verblüffenden Lerneffekt. Denn so konnte ich im Nachhinein noch besser verstehen, warum beispielsweise das Schreiben des Textes noch keinen Sinn macht, wenn ich bestimmte Dinge vorher nicht geklärt (und gelernt) habe. Ich musste nämlich dann alles komplett wieder umschreiben- wobei mir aber eine Menge klar geworden ist.Tiefe und WeiteWas ich an diesem Buch sehr schätze, ist die große Tiefe und Weite. Das mag sich widersprüchlich anhören, ist es aber nicht.Weite: Mir wurde klar, für wie viele unterschiedliche Ziele man einen Flyer einsetzen kann, welche verschiedenen Funktionen sie haben können. Das war mir vorher überhaupt nicht bewusst. Auf drei Seiten finden sich Beispiele für die möglichen Anlässe, einen Flyer zu produzieren.Tiefe: Frau Weinberger beschränkt sich nicht auf allgemein bekannte Floskeln wie Sie müssen die Bedürfnisse der Zielgruppe berücksichtigen, sondern sie führt immer konkrete Beispiele an (im Text und mit Abbildungen von Flyern). Vor allem aber gibt sie sehr detaillierte Tipps, Hilfen, Aufgaben, wie Sie die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe herausfinden können.Dabei zeigt sich noch einmal das, was ich mit Weite meinte. Frau Weinberger kaut nicht unreflektiert die immer wieder zitierte Maslowsche Bedürfnis-Pyramide wieder, sondern sie stellt auch andere aktuelle Ansätze aus der Literatur vor. Und sie verrät ihr eigenes Konzept, das ich mit leichten Abwandlungen sofort übernehmen konnte.Ein konkretes Arbeitsbuch - und ein konkretes Projekt als BeispielAm meisten lerne ich, wenn ich solche Bücher gleich konkret durcharbeite und sie nicht nur lese. Schnell hatte ich mich auch für ein Projekt entschieden, für das ich (zumindest theoretisch) mal einen Flyer entwickeln wollte.Im Oktober 2008 möchte ich das Seminar Kreative Geister wecken - Kreative Ideenfindung und Problemlösungstechniken für eine Woche in der Türkei an einem wunderschönen ruhigen Strand anbieten.Mit der Zielgruppe, vor allem der Kernzielgruppe tu ich mich etwas schwer. Bislang hatte ich meine offenen Seminare für Trainer angeboten. Bei dem Thema Kreative Seminarmethoden macht das Sinn, aber Kreativitätstechniken können auch andere Menschen brauchen. Dennoch weiß ich ja aus der Marketing- Literatur und Fortbildung, dass eine klare Zielgruppendefinition notwendig ist, damit sich potenzielle Kunden überhaupt angesprochen fühlen. Bei den Bedürfnissen fällt es mir leichter herauszufinden, was da wohl im Vordergrund steht: ganz sicher der Spaß, einmal aussteigen aus dem Alltag, sich etwas gönnen - und gleichzeitig etwas für die berufliche Weiterentwicklung und den Erfolg zu tun (sonst könnte man ja einfach Urlaub machen).Also Trainer und Freiberufler, die normalerweise sehr viel arbeiten, unter Stress leidern, für die sich eine kreative Auszeit aber auch sehr positiv auf Ihr Geschäft auswirken würde. Die auch genug Geld verdienen, um sich diese Extrakosten leisten zu können. Keine VHS_ Dozenten, sondern gefragte Trainer, die in Unternehmen arbeiten. Die entweder keine oder schon ältere Kinder haben, die vielleicht eine zweite Woche Urlaub mit einem Ehepartner anhängen wollen.Das sind so meine 1. Phantasien - angeregt durch die Erläuterungen im Buch. So konkret habe ich mir noch nie Gedanken über meine Zielgruppe gemacht!Die nächste Überlegung: wo kann ich solche Trainer treffen? Auf Messen, Kongressen, Trainertreffen. Und schon habe ich auch ein Zeitlimit: bis zu dem nächsten Treffen dieser Art möchte ich einen entsprechenden Flyer fertig haben.Das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Kapitel II, das sich mit dem Konzept eines Flyers beschäftigt. In weiteren Kapiteln lesen Sie, wie Sie eine klare Struktur entwickeln, wie Sie verständlich und überzeugend schreiben, was bei dem Design und den Grafikelementen zu beachten ist und bekommen noch konkrete Tipps für die Produktion.Es sind somit alle Aspekte von der Planung bis zum Druck ausführlich und konkret behandelt. Das Buch liest sich sehr angenehm und verständlich, es war für mich eine rundum befriedigende Lektüre, die mir zwei lange Zugfahrten versüßt hat und eine Menge Mind Maps und Texte hervorgebracht hat, mit denen ich nun meinen Flyer angehe: Kreative Aus-Zeit für Ihren weiteren Erfolg! Seminar in der Türkei Kreative Geister wecken.
Tolles, hilfreiches Buch! - Erstens mochte ich den Schreibstil – leicht zu lesen, aber dennoch inhaltlich auf hohem Niveau.Zweitens fand ich toll, dass so viele Flyer abgebildet und erläutert sind. So kann ich viel lernen.Drittens finde ich die Checklisten sehr hilfreich – für die Fälle, wenn ich mal unsicher bin.Und viertens hat mich mit tiefer Befriedigung erfüllt, dass ich das meiste von dem, was ich gelesen habe, schon umsetze. Und das, obwohl ich ursprünglich Juristin bin – also einem Berufsstand angehöre, der nicht für seine kurzen, leicht verständlichen Sätze bekannt ist.
Alles, was man wissen muss, um einen guten Flyer zu gestalten - Flyer sind - im Vergleich zu anderen Werbeformen - schnell und günstig zu realisieren. Wie man nun einen Flyer so gestaltet, dass er die Botschaft auch wirklich rüberbringt, die man seiner Zielgruppe mitteilen möchte, und dabei auch nicht selbstgestrickt wirkt, das erfährt man in diesem Buch.Es ist übersichtlich gestaltet, gut erklärt, bringt das Wesentliche auf den Punkt und liest sich flüssig. Im ersten Kapitel erfährt man, was ein Flyer leisten kann und zu welchen Anlässen es Sinn macht, einen Flyer zu erstellen. Kapitel 2 beschäftigt sich mit dem Konzept für den Flyer. Wer soll den Flyer lesen (--> Zielgruppe), was hat die Zielgruppe für Interessen? Was genau ist das Ziel des Flyers? Wie sollen die Leser reagieren? Sollen sie informiert werden, eine Internetseite besuchen oder über eine Antwortkarte weitere Informationen anfordern? Welche Inhalte soll der Flyer haben, mit welchen Argumenten kann ich die Zielgruppe von meinem Angebot überzeugen?Kapitel 3 erläutert die Struktur des Flyers: Wie wird ein Flyer gelesen und auf welche Seite sollte man welche Inhalte stellen? Wo ist Platz für ausführliche Informationen, wo sollte die Kontaktadresse stehen?Kapitel 4 ist dem Text gewidmet: Tipps und Tricks, wie man verständlich, überzeugend und professionell textet. Wie textet man Headlines und Zwischenüberschriften, und was sollte in den Textblöcken stehen?In Kapitel 5 geht es um das flyer-gerechte Design. Wie kann man den Blick des Lesers lenken, wie teilt man die Flächen auf, um Spannung zu erzeugen, was muss man beachten, wenn man Fotos einfügt? Nach welchen Gesichtspunkten wählt man die Farben aus?In Kapitel 6 erfährt man, was noch alles dazugehört, um einen Flyer zu produzieren: Was muss man bedenken, wenn man den Flyer zum Druck vorbereitet? Wie erzeugt man eine druckfähige Datei, soll man im Offset- oder im Digitalverfahren drucken? Wie viel Zeit muss man rechnen, um einen Flyer zu gestalten? Wie sieht es mit den Honoraren aus - wenn man den Flyer nicht selbst erstellt?All diese Fragen sind ausführlich behandelt. Zu jedem Kapitel gibt es eine praktische Checkliste.Das Buch ist mit zahlreichen praktischen Beispielen illustriert - Flyer aus verschiedensten Branchen. Schade ist nur, dass diese zusammenhanglos durch das Buch geistern und nur sehr knapp kommentiert sind. Mehr davon hätte man, wenn diese Beispiele den Text ergänzen und so die Erläuterungen bildlich verdeutlichen würden. Auch eine ausführliche Kommentierung dieser Beispiele, die verschiedene Aspekte beleuchtet, wäre hilfreich. Für Inhalt, Gliederung, Gestaltung und Text des Buches würde ich 5 Sterne geben, da man mit den Praxis-Beispielen wenig anfangen kann, gebe ich insgesamt nur 4.Alles in allem: klare Kaufempfehlung für alle, die ihre Flyer selbst gestalten wollen und auch für Entscheider in kleinen Unternehmen oder Organisationen, die Flyer in Auftrag geben und das Ergebnis beurteilen müssen.Karin Janner
Alles, was man über Flyer wissen muss - In meiner Arbeit mit Selbstständigen und Unternehmern stelle ich oft fest, dass Flyer zwar beliebt sind. Doch oft wirken sie unprofessionell und hausgemacht und erreichen nicht den Effekt, den sie haben könnten. Das ist nun passé. Annja Weinberger, langjährige Mitinhaberin einer PR- und Werbeagentur, zeigt in ihrem Buch Flyer auf, wie man einen Flyer optimal textet, gestaltet und produziert. Sie führt den Leser/die Leserin durch den gesamten Entstehungsprozess, vom Konzept bis zum Druck. Sie weiht in die Geheimnisse der Branche ein, so dass Mitarbeiter von PR- und Werbeagenturen keine Blöße in Bezug auf Ihr Know-how fürchten müssen und Unternehmer und Selbstständige die Sprache - und fast noch wichtiger: die Denkweise - ihres Gegenübers verstehen, ob es sich dabei um einen Texter, einen Grafiker oder einen Drucker handelt.Annja Weinberger geizt nicht mit Beispielen. Das Buch ist reich bebildert mit Flyern aus allen möglichen Branchen und in allen möglichen Varianten. Dadurch wird die Vielfalt der Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten plastisch sichtbar. Sie nennt Zahlen zur ersten Orientierung und immer wieder erzählt sie auch von Erfahrungen aus der eigenen Praxis.Der Begriff erzählt ist bewusst gewählt. Denn obwohl das Buch Fachwissen auf hohem Niveau bietet, ist es in einem sehr ansprechenden Stil geschrieben, der die Lektüre zu einem spannenden Erlebnis macht. Die schon erwähnten Abbildungen tun das Ihre dazu. Auch didaktisch ist es hervorragend aufgebaut. Im Glossar wird das Fachchinesisch erläutert. 14 So geht s-Leitfäden fassen alle wesentliche Schritte übersichtlich zusammen und vermitteln für sich alleine genommen bereits das Wichtigste, was man wissen muss. Diese Leitfäden eignen sich daher gut für den schnellen Überblick. Dennoch würde man etwas versäumen, wenn man sich darauf beschränkte. Denn der besondere Reiz des Buches insgesamt liegt - neben allen Vorteilen im Detail - darin, dass eine erfahrene Agenturchefin sich in die Karten schauen lässt. Und dabei wird deutlich, dass es um mehr geht als um technisches Know-how und um mehr als um schöne Bildchen. Es geht um die Denkarbeit, die darin steckt, ein vermeintlich simples Werbemedium - wie einen Flyer - zu erstellen, und die das Fundament für alle weiteren Schritte bildet. Wer ein solides Fundament für seinen Flyer - oder auch andere Werbemedien - will, sollte dieses Buch immer mal wieder zur Hand nehmen.